Mit einem Studium der Geisteswissenschaften ist der Weg zur Webdesignerin nicht gerade vorgezeichnet. Ich bin ihn trotzdem gegangen um Organistionen, Künstler_innen und allen anderen, die sich eigentlich gar nicht so sehr für Webseiten interessieren, einen einfachen Einstieg zu ermöglichen.

Wie alles begann

Schon als Kind hatte ich ein ganz eigenes Design-Verständnis, was sich sicherlich nicht immer zur Freude meiner Eltern gezeigt hat.

Im Garten zu helfen war für mich eine Tortur, weil die Art wie meine Mutter die Blumen pflanzte und den Garten ‘designte’ mir einfach nicht gefiel, etwas, was bei mir, als visuellem Menschen, tatsächlich körperliches Unwohlsein auslöst.

Der Garten meiner Eltern ist inzwischen wunderschön, grün, gemütlich, warm. Damals sah ich keinen Zusammenhang und fand alles irgendwie gestückelt.

Dinge zu einem stimmigen Ganzen zusammenzubringen, ist ein Bedürfnis, das in mir liegt, ein Bedürfnis, das, wenn es erfüllt wird, Wohlbefinden in mir auslöst.

 

Der Weg zur Webdesignerin beginnt

Aus diesem Bedürfnis heraus, begann ich Puppenhäuser komplett zu sanieren und umzugestalten, entwarf und baute Möbel, und auch mein Zimmer wurde regelmäßig neu gestaltet. Ich buk und dekorierte Kuchen, gestaltete Einladungs- und Trauerkarten und malte Bilder. Ganz nach Pipi Langstrumpf: “Ich mach’ mir die Welt, wiedi wiedi, wie sie mir gefällt!”

Hin- und hergerissen zwischen künstlerischer Kreativität und Wissenslust entschied ich mich nach dem Abitur dafür Geisteswissenschaften zu studieren. Aufgewachsen in der Provinz, hatte ich das Gefühl noch so viel mehr über die Welt lernen zu müssen.

Zwischen Schule und Uni ging ich für ein Jahr in die Ukraine, eine Erfahrung, die mich maßgeblich geprägt hat. Warum kannst Du hier nachlesen.

Zum Ende meines Studiums ging ich noch mal für ein Jahr in die Ukraine zurück. Ich unterstütze zwei NGOs in Uzhhorod, unter anderem, indem ich Webseiten für sie baute. (Eine davon gibt es immer noch: Webseite RomanYag)

Ganz zu Beginn meines Studiums hatte ich einen HTML-Kurs belegt, und seitdem Webseiten für mich, für balm&creak, die Radiosendung, die ich damals mit moderierte und dann auch für Familie und Bekannte erstellt. Irgendwann bin ich auf WordPress umgestiegen und habe nicht mehr alles von Hand programmiert, aber Webseiten, Flyer oder Ähnliches zu gestalten, war immer auch ein Teil von mir.

 

Warum Webdesignerin mit Schwerpunkt Organisationen?

Während meines ersten Jobs in Berlin, in einer NGO, merkte ich dann, wie schwierig die Kommunikation zwischen Webdesigner_innen und Organisationen sein kann. Die einen, die den grafischen und praktischen Hintergrund haben, aber keine Ahnung von der Arbeit ihrer Kund_innen, die anderen, die ihre Arbeit im Internet zugänglich machen wollen, aber in erster Linie meist nicht die Zeit haben, sich genau damit zu befassen, wie das wohl am besten geht.

Das Resultat: Verständigungsprobleme und keine Zufriedenheit auf beiden Seiten. Und in diesem Spannungsfeld sah ich meine Chance, oder wie man heute sagt: Nische.

Was, wenn ich mich als Webdesignerin selbstständig mache und ein Angebot entwickle, was genau auf diese Zielgruppe zugeschneidert ist?

Ich kenne mich mit den Inhalten und Arbeitsabläufen aus, und es fällt mir leicht diese in die entsprechende Form zu bringen, damit sie im Netz mehr Menschen zugänglich gemacht werden können.

Als gelernte Ethnologin, ist es eines meiner Fachgebiete von einem kulturellen Raum in einen anderen zu übersetzen, warum also nicht von Organisationen, Künstler_innen, Weltverbesser_innen zu einer breiten Öffentlichkeit im Internet?

Nach ein paar Fortbildungen, insbesondere zu Suchmaschinenoptimierung, Barrierefreiheit und Marketing war ich startklar und freue mich seit dem jeden Tag wieder, alle meine Fähigkeiten und Interessen zusammenbringen zu können, und so viele tolle Menschen und Projekte bei ihrer Arbeit unterstützen zu können.

 

 

BRAUCHST DU EIN NEUES DESIGN?